Psychotherapie Wiesbaden, Systemische Therapie und Systemisches Coaching
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Hypnose - Anwendungen

HINTERGRUND DER HYPNOSE

 

Oftmals existieren völlig falsche Vorstellungen darüber, was Hypnose ist.

Hypnose ist Widererwarten keine neuzeitliche Erfindung, sondern wird schon seit vielen tausend Jahren von Menschen eingesetzt. Bereits im antiken Ägypten und Griechenland wurden Hypnosetechniken zur Heilung angewendet. 

Im deutschen Sprachraum bekam die Hypnose Aufmerksamkeit  durch Johannes Heinrich Schultz (1884-1970), der das inzwischen weltweit bekannte "Autogene Training", eine autosuggestive Methode zur Tiefenentspannung, entwickelte.

In den USA erlebte die Hypnose seit 1975 eine Renaissance, was dem Psychiater und Psychologen Milton H. Erickson (1901-1980) zu verdanken ist. Er verstand das Unterbewusstsein als Ressource, die zur Selbstheilung genutzt werden kann.

 

 

HYPNOSE ALS WISSENSCHAFT

 

Im Jahr 2006 wurde die Hypnose vom "Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie" als wissenschaftlich fundierte Methode auch in Deutschland anerkannt.

 

Hypnose wird schwerpunktmäßig bei körperlichen Beschwerden, Zahnbehandlungen, bei der Geburtshilfe, in der Schmerztherapie, bei Ängsten, Süchten, Phobien, Blockaden und Depressionen eingesetzt. In all diesen Gebieten gilt ihr Einsatz als hocheffizient. Dies belegen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen.

 

 

WAS IST HYPNOSE UND WIE WIRKT SIE?

 

Hypnose ist einfach ein tiefer Entspannungszustand des Körpers. Man fühlt sich in der hypnotischen Trance befreit und unbeschwert. Der Herzschlag wird ruhiger, die Atmung verlangsamt sich und die Muskelspannung nimmt im ganzen Körper ab. Der Blutdruck sinkt und die Hirnströme pendeln sich zwischen Wachsein und Schlafen ein. Die rationalen Anteile unseres Geistes werden zurückgefahren. Unsere Gedanken werden gefühls- und bilderlastiger. Ein Zugang zum Unterbewusstsein wird ermöglicht.

 

Das Unterbewusstsein beeinflusst unsere Wahrnehmung und Verhalten zu 95 bis 97%! Jede Erfahrung, die wir im Laufe unseres Lebens machen, prägt sich wie ein Computerprogramm in unser Unterbewusstsein ein. Ganz entscheidend sind dabei die kindlichen Prägungen in den ersten 10 Lebensjahren. Immer mehr (auch bindungstheoretische) Studien belegen, dass die grundlegende Programmierung schon zum Zeitpunkt der Zeugung beginnt. Ist das Kind von den Eltern gewollt? Der nächste wichtige Programmierungsschritt ist die Schwangerschaft, auch hier spielen die Emotionen der Eltern insbes. der Mutter eine zentrale Rolle. Den nächsten wichtigen Schritt stellt die Geburt dar, auch hier kann es traumatische Situationen geben. Wir werden alle in ein Netz von (systemischen) Beziehungen hineingeboren. Neben unseren Eltern, gibt es unsere Großeltern, Verwandten, später Erzieher, Lehrer und Freunde. So bekommen wir eine Vielzahl von "Programmen" auf unsere "Festplatte" gespielt. Als Kind gibt es keine Möglichkeit diese Prägungen kritisch zu hinterfragen. In dieser Lebensphase werden Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein angelegt, die Weichen gestellt, welche Einstellung wir zu uns selbst haben.

Mit Hilfe der Hypnose gelingt es direkten Zugang zu diesen Prägungen und Programmen zu bekommen, diese bewusst zu machen und damit wirksam und nachhaltig zu verändern. Damit entsteht das Gefühl der Selbstbestimmtheit, man fühlt sich nicht mehr wie fremdgesteuert und ausgeliefert.

 

Wir alle befinden in unserem Alltag immer wieder im Zustand der hypnotischen Trance. Etwa kurz vor dem Einschlafen, beim Eintauchen in die Handlung eines packenden Films, beim Tagträumen oder beim intensiven Lauftraining. Diese Trancezustände sind demnach nichts Bedrohliches, das uns Angst machen müsste.

 

MEINE HERANGEHENSWEISE

 

Die Hypnose ist ein wunderschöner, entspannter Trancezustand, der mit nichts zu vergleichen ist. Bei jedem Menschen bleibt auch in der Hypnose der Selbstschutz aktiv! Der Therapeut kann also nichts mit ihm anstellen, was er nicht möchte! Der Klient ist in der Hypnose voll da und ansprechbar. Er tut nur das, was für ihn stimmig ist bzw. nimmt nur Suggestionen auf, die für ihn passen, ansonsten kann die Hypnose gar nicht wirken.

 

Die Hypnose ist, nach meiner Erfahrung eine perfekte Möglichkeit den systemischen Prozess zu unterstützen bzw. zu vertiefen. Gerade wenn es im Lauf des Prozesses darum geht, an tiefer liegende Emotionen, Traumata und Blockaden zu kommen.

 

Ich arbeite im ersten Schritt immer aufdeckend, ergänzend zu dem was bereits an Dynamiken und altem Mustern systemisch erarbeitet wurde. Diese Methode macht die eigentliche Ursache, die oftmals tief im Unterbewusstsein vergraben ist, bewusst und packt das Problem somit bei der Wurzel.

Erst im zweiten Schritt arbeite ich abdeckend, um mit Hilfe von passgenauen Suggestionen eine neue, heilsame Perspektive auf die Kindheit/ auf Belastendes zu verankern. Es wird die "Programmierung" unserer unheilvollen Muster und Prägungen, die sich oft über Jahrzehnte verfestigt haben, positiv verändert. 

Diese Kombination aus auf- und abdeckender Herangehensweise erweist sich in meiner Beratung als wirksam und nachhaltig. Eine rein abdeckende Methode hingegen, die von vielen Hypnotiseuren angewendet wird, wirkt eher wie ein Pflaster, das die Auswirkungen des Problems kurzfristig lindert, aber langfristig nichts ändert.

 

SPEZIELLE HYPNOSE-ANWENDUNGEN IN MEINER PRAXIS

 

Tiefenentspannung/ Trance-Reisen

Allein durch den tiefen Entspannungseffekt zeigen sich positive Effekte bei innerer Unruhe, Ängsten, Schlafstörungen, Schmerzen, Verspannungen, Bluthochdruck, Stresserscheinungen und Tinnitus.

Neue Energie wird getankt, das Körpergefühl verbessert sich und die Selbstreflexion wird angeregt.

 

Blockadenlösung

Es geht im Rahmen des systemischen Prozesses um die Unterstützung des Loslassens von altem Ballast, der belastet und beschwert: von Ängsten, Sorgen, Schmerzen, Traumata, Erinnerungen, damit die Energie im Körper und der Seele wieder frei fließen kann.  

 

Gewichtsreduktion

Heisshunger, unkontrolliertes Essen, Frustessen sind Symptome für etwas, dessen Ursachen sehr viel tiefer liegen und die es zu bearbeiten gilt, sonst lässt der berühmte Jo-Jo-Effekt nicht lange auf sich warten.

 

Raucherentwöhnung

Jedes Suchtverhalten, dazu gehört auch Rauchen, ist symptomatisch für etwas, was tiefer liegt. Hört jemand mit reiner Willenskraft auf, seiner Sucht nachzugehen, so verlagert sich oft die Ursprungssucht auf etwas anderes. Das Rauchen geht oftmals über in Sucht nach Süsswaren/ Essen. Daher ist es für einen nachhaltigen Erfolg unerlässlich das dahinterliegende Thema zu lösen, damit die Kompensation nicht in eine andere Richtung geht.

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